Hauptversammlung 2019

Am Freitag, dem 15. März 2019, hielt die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt ihre Hauptversammlung ab. In seinem Jahresbericht hielt Stadtbrandmeister Jochen Thorns Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2018. In diesem Jahr mussten die 304 Mitglieder der Einsatzabteilung zu 361 Einsätzen ausrücken (+108 gegenüber dem Vorjahr). Dazu waren gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung 602 Alarmierungen notwendig (+164). Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt konnte 41 Menschen und drei Tiere aus Lebensgefahr oder lebensbedrohlichen Lagen retten. Für einen Menschen kam die Hilfe leider zu spät.

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Der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt gehören 304 Mitglieder in der Einsatzabteilung, 40 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr und 107 Mitglieder in der Altersabteilung sowie 25 Musiker in den beiden Spielmannszügen in den Abteilungen Bernhausen und Bonlanden, die nicht auch Einsatzdienst leisten, an.

Nach dem Kassenbericht und dem Bericht der Kassenprüfer Holger Gorshöfer und Jürgen Weinmann erfolgte die einstimmige Entlastung, die von Oberbürgermeister Christoph Traub durchgeführt wurde. Zum neuen Kassenprüfer wurde einstimmig Magnus Müller von der Abteilung Bernhausen gewählt. 

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Stadtbrandmeister Jochen Thorns (von links) beförderte Tobias und Patrick Briem (Abteilung Bernhausen) und Matthias Mauth (Abteilung Harthausen) zu Feuerwehrmännern, Abteilungskommandant Sven Alt (Abteilung Harthausen) zum Oberbrandmeister und Abteilungskommandant Andreas Lutz (Abteilung Bernhausen) zum Brandmeister.

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Aus der Jugendfeuerwehr wurden (von rechts) Tim Schön (Abteilung Plattenhardt) und Jannis Dressler (Abteilung Harthausen) in die Einsatzabteilung übernommen. Sie erhielten die Nadel der Deutschen Jugendfeuerwehr.

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Oberbürgermeister Christoph Traub, Bürgermeisterin Susanne Schreiber und Stadtbrandmeister Jochen Thorns zeichneten für langjährigen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt Robert Hertler und Robert Schweizer (beide Abteilung Sielmingen) für 50 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold, Hans-Peter Früh (Abteilung Harthausen), Lothar Schraitle (Abteilung Plattenhardt) und Erwin Schweizer (Abteilung Sielmingen) für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold aus. Das Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Marcus Briem, Sebastian Gohl und Michael Schumacher (alle Abteilung Bernhausen). Erstmals wurde das Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Bronze für 15 Jahre aktiven Dienst verliehen: Benjamin Bruder (Abteilung Bonlanden), Marc Busch (Abteilung Harthausen), Stefan Früh (Abteilung Harthausen), Hartmut Schweizer (Abteilung Harthausen), Daniel Krauss (Abteilung Sielmingen), Ronald Schäfer (Abteilung Sielmingen) und Steffen Werner (Abteilung Sielmingen).

Aus den Händen von Stadtbrandmeister Jochen Thorns erhielt Stv. Stadtbrandmeister Andreas Reeh eine besondere Ehrung: Für seine hervorragenden Leistungen im Feuerwehrwesen wurde er mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes geehrt. In seiner Laudatio sagte Thorns: "Du hast diese zweithöchste Ehrung im deutschen Feuerwehrwesen mehr als verdient." 

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Oberbürgermeister Christoph Traub dankte Joachim Mack mit einem Präsent für sein jahrelanges Engagement im Spielmannszug der Abteilung Bonlanden. Mehr als zwölf Jahre führte Joachim Mack den Spielmannszug als Zugführer, ehe er das Amt im Herbst 2018 an Florian Kley weitergab. 

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Für besonderes Engagement dankte Stadtbrandmeister Jochen Thorns herzlich den Ausbildern für Truppmann/Truppführer, Maschinist und Sprechfunker, den Betreuern der Jugendfeuerwehr, den Mitgliedern im Arbeitskreis Einsatz- und Ausbildungskonzepte mit der Stoßtruppausbildung sowie dem Kleiderkammer-Team mit einem Gutschein.

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Stoßtrupp-Ausbildung

Ganz im Zeichen einer engagierten Ausbildung stand der Samstag, 9. Fabruar 2019, bei der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt. Nach intensiven Vorbereitungen startete die rund neunstündige Stoßtrupp-Ausbildung für die ersten 25 Feuerwehrangehörigen. Zuvor waren die Ausbilder in den vergangenen Jahren an der Schweizer Ausbildungsstätte IFA geschult und ein Einsatzkonzept für den Einsatz in Tunnel und unterirdischen Verkehrsanlagen entwickelt worden. Dafür waren verschiedene Führungskräfteschulungen, Übungen und Planübungen durchgeführt worden, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse in das Einsatzkonzept einerseits und die Ausbildung andererseits einfließen zu lassen.

Bei einem Einsatz in einem Straßen- oder einem Schienentunnel kann die Feuerwehr aufgrund der langen Wegstrecken nicht mit den bekannten und bewährten Einsatzkonzepten arbeiten. Daher wurde zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen ein interkommunaler Einsatzplan für den Einsatz im S-Bahn-Tunnel "Filder" entwickelt, der auf so genannten Stoßtrupps basiert. Hierbei handelt es sich um schlagkräftige Einheiten mit fünf Feuerwehrangehörigen, die schnell in einem Tunnel zum Einsatz kommen können. Das Konzept wurde mittlerweile auch für Straßentunnel und andere Objekte mit langen Wegstrecken adaptiert.

Während der Ausbildung wurden nicht nur die Aufgaben der Stoßtrupps und das richtige Vorgehen im Einsatzfall geübt, sondern auch der Umgang mit der speziellen Ausrüstung für Einsätze in Tunnel, wie beispielsweise Markierungsleuchten, Taststöcken und fahrbaren Schleifkorbtragen. Diese basieren auf einer Idee der Feuerwehr Baden-Baden und wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt erst kurz vor Beginn der Ausbildung zur Erprobung eingeführt - und haben sich sehr bewährt!

Die ersten 25 Feuerwehrangehörigen wurden nun intensiv in der neuen Einsatztaktik geschult, hierbei wurde der Fokus vor allem auf Führungskräfte gelegt. Durch die herausragende Unterstützung der Werkfeuerwehr der Landesmesse Stuttgart GmbH konnte die Ausbildung auf dem Gelände der Landesmesse mit sehr guten Übungsbedingungen durchgeführt werden. Dafür gilt der Werkfeuerwehr der Landesmesse großer Dank!

Dank gilt vor allem aber den Ausbildern der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt und dem Logistikteam für die umfangreiche und praxisnahe Ausbildung, die an drei verschiedenen Stationen die Einsatztaktik begreifbar machte. Für das Jahr 2019 sind noch drei weitere Ausbildungsmodule und eine Einsatzübung geplant.

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Nachruf - Edmund Raichle

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Brand Recyclinghof Eichholz

Am Sonntag, 16.12.2018, ist gegen 11:20 Uhr aus unbekannter Ursache auf dem Recyclinghof und der Kompostierungsanlage Eichholz des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Esslingen in Filderstadt Grün-Schnittgut in Brand geraten. Die Flammen bereiteten sich in dem bis zu sechs Meter hohen Schnittgut-Berg schnell auf einer Fläche von etwa 1500 m2 aus.

Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Filderstadt alarmierten sofort weitere Einheiten nach, sodass letztlich zwei Löschzüge, die Einsatzkomponente Wasserversorgung und zahlreiche Sonderfahrzeuge zum Einsatz kamen.

Ein besonderes Problem ist die vor Ort unzureichende Löschwasserversorgung. So wurde in der Erstphase des Einsatzes ein Löschwasser-Pendelverkehr mit drei Tanklöschfahrzeugen betrieben. Parallel wurde eine etwa 1 km lange Schlauchleitung von einem Wasser-Hochbehälter aufgebaut. Zur Entlastung der Wasserversorgung im Bereich erfolgte im weiteren Einsatzverlauf der Aufbau einer weiteren Schlauchleitung über rund 1,5 km von der Arthur-B.-Modine-Straße.

Um eine Brandausbreitung auf die gesamten Kompost- bzw. Grünschnittberge zu verhindern, wurden mit Bagger und Radlader Schneisen angelegt. Die Brandbekämpfung und die Anlage der Schneisen wurden durch zwei Radlader und einen Bagger des Abfallwirtschaftsbetriebes bzw. einer Privatfirma unterstützt, welche den Schnittgut-Berg abgetragen und auseinander gezogen haben. Die Feuerwehr setzte bis zu sieben Löschrohre zum Ablöschen des Grünschnitts ein. Zusätzlich wurde mittels eines Mobilen Großventilators ein Wassernebel erzeugt, welcher eine Brandausbreitung effektiv verhinderte. Aufgrund der teilweise starken Rauchentwicklung gingen die Einsatzkräfte großteils unter Atemschutz vor.

Durch die großen Mengen des vom Brand betroffenen Grün-Schnittgutes und das notwendige Abtragen der Kompostberge waren die Löscharbeiten sehr langwierig und personalintensiv. Erst um 17:49 Uhr waren die Flammen unter Kontrolle; das Feuer war um 18:45 Uhr gelöscht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 20 Uhr hin. Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Schnittgut- und Kompost-Halden erfolgreich zu verhindern.

Nach Abschluss der Aufräumarbeiten rückten die Kräfte der Feuerwehr Filderstadt gegen 21 Uhr wieder ein. Eine Brandwache blieb bis Montagmittag vor Ort, um ein Wiederaufflammen von Glutnestern auszuschließen.

Im Einsatz waren alle fünf Abteilungen der Feuerwehr Filderstadt mit 20 Fahrzeugen und mehr als 115 Einsatzkräften sowie zur Versorgung die DRK-Ortsvereine Bonlanden und Plattenhardt

Noch während der Löscharbeiten musste die Feuerwehr Filderstadt zu zwei weiteren Einsätzen ausrücken. Unter anderem brannte im Bombachtal im Stadtteil Bonlanden ein Baum.

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Nachruf - Josef Tomschi

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